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Umsatzkiller Website - die 10 größten Onpage-Fehler

Veröffentlicht am 13.12.2012 durch Stephanie

Oft kommen Onlineshops nicht vom Fleck. Umsätze stagnieren auf niedrigem Niveau, trotz SEO und hoher SEA-Budgets. Dann wird es Zeit, mittels einer Site-Clinic den Online-Shop auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei werden häufig 3 Arten von Fehlern entdeckt. Fehler im Quellcode, schlechte Usability und mangelhafter Content. Die 10 gröbsten Schnitzer stellen wir Ihnen vor.

Fehlerhafter Quellcode bremst Onpage Optimierung

Fehler Nr. 1 - Seitenhierarchien führen zu duplicate content
Ist ein Produkt unter mehreren Kategorien zu finden und werden diese Kategorien als eigenständige URLs geführt, gilt dies als duplicate content. Die Prägnanz der Inhalte geht verloren.

Fehler Nr. 2 - Seitenhierarchien sind zu komplex und schlecht verlinkt
Zu tiefe Seitenhierarchien mit unzureichender Verlinkung führen dazu, dass Inhalte von den Robots der Suchmaschinen nicht gefunden werden. So fristet wertvoller Content häufig ein Schattendasein. Dabei sind tiefe Hierarchien gar nicht notwendig, denn die Seitenhierarchie kann über gut programmierte Navigationen simuliert werden.

Fehler Nr. 3 - Metatags sind schlampig vertextet
Was crawlende Robots auf einer Seite entdecken sind die sogenanten Metainformationen. Diese fehlen häufig bzw. sind ungünstig formuliert. So mancher vergißt prägnante und seitenspezifische Aussagen im Title und der Description. So kommt es zu duplicate content, wenn mehrere Seiten die gleichen Metainformationen aufweisen. Bei Bildern werden die Alt-Attribute oft völlig vergessen.

Fehler Nr. 4 - Fehler bei der Indizierung
Hier kommen wir zu Fehlern, die mit der Anmeldung der Seite bei den Suchmaschinen zu tun haben. Ungünstig ist, wenn eine Sitemap fehlt oder den Suchmaschinen nicht bekannt ist. Oft besteht aber die Gefahr der Mehrfachindizierung bei Parameter URLs oder SessionIDs. Webmaster sollten sie schleunigst aus dem Index herausnehmen. Ähnliches gilt für paginierte Seiten, die den Index aufblähen und duplicate content erzeugen.

Fehler Nr. 5 - keine sprechenden URLs
In älteren Shop-Systemen bestehen die URLs häufig aus einem Gewirr an Buchstaben und Zahlen. Das ist für die User verwirrend und für die Bots unspezifisch. Sauber getextete Seitenbezeichnungen, die mit den Keywords und Inhalten einer Seite korrespondieren, helfen bei der Onpage Optimierung.

Probleme der Usability

 Die folgenden Probleme sind ebenfalls technischer Natur und können auch bei gut programmierten und inhaltlich hervorragenden Seiten auftreten.

Fehler Nr. 6 - der Server ist zu langsam
Lange Ladezeiten durch langsame Server ärgern nicht nur Shop-Besucher. Auch Crawling-Bots stehen nicht gerne Schlange und wenden sich bevorzugt Anbietern zu, bei denen sie schneller bedient werden und unproblematischer an die Suchinformationen herankommen. Wer den echten Shop-Besucher ärgern will, sollte das Handling seines Shops verkomplizieren.

Fehler Nr. 7 - unübersichtliche Navigation und komplizierte Abläufe
Ist eine Navigation unverständlich oder sind bestimmte Links bzw. Buttons nicht auffindbar, steigen vorzeitige Seitenabbrüche. Ursache hierfür sind häufig Selbstverliebtheit der Webdesigner, fehlende Usability-Tests und zu wenig Empathie für die Kunden. Zu wenig Liebe zu Zielgruppen und fehlende Kundenorientierung führen häufig zu massiven inhaltlichen Defiziten eines Online-Shops.

Content ist Bettler statt König

  Die folgenden Fehler betreffen die Inhalte der Seite selbst und weisen auf grundsätzliche konzeptionelle Schwächen hin.

Fehler Nr. 8 - Keywords unspezifisch oder irrelevant
Selbst wenn im Quellcode sauber gearbeitet wurde, sind die Keywords mancher Seiten nicht präzise oder spezifisch genug oder weisen zu geringe Suchrelevanz auf. Wer so arbeitet, weiß im Grund nicht, wofür sein Shop eigentlich steht.

Fehler Nr. 9 - duplicate Content bei Produktbeschreibungen und Bildern
Produktbeschreibungen müssen einzigartige Inhalte aufweisen. Oft werden ganz einfach per copy paste Herstellerbeschreibungen verwendet, was wiederum duplicate Content verursacht. Auch die Verwendung von Herstellerphotos ist in diesem Zusammenhang problematisch, wenn sie vorher nicht für den jeweiligen Shop bearbeitet bzw. individualisiert wurden.

Fehler Nr. 10 - Content mangelhaft
Sei es, dass zuwenig Fotos oder mediale Erzählformen verwendet werden und die Seite als Bleiwüste erscheint, sei es dass der Fluß von der Landing-Page zum Produkt nicht attraktiv genug gestaltet wurde, oft wirken Inhalte unspezifisch, erzeugen keine Emotionalität und wirken austauschbar. Die inhaltlichen Probleme eines Online-Shops sind Ausdruck einer mangelhaften Strategie. Entweder wird das Projekt mit geringem Nachdruck verfolgt oder der Shop besitzt zu wenig Alleinstellungsmerkmale. Hier sollten Shop-Betreiber in Klausur gehen, um ihr Angebot am Markt zielgruppenspezifisch zu positionieren.

Abhilfe schaffen

Onpage-Probleme sollten systematisch angegangen werden. Programmierfehler beseitigen, die Bedienbarkeit des Shops überprüfen sind die leichteren Aufgaben. Beruhen inhaltliche Probleme auf grundsätzlichen konzeptionellen Schwächen, bedarf es für die Onpage Optimierung eines Strategie-Meetings.

Bildquelle: alphaspirit - Fotolia.com